Umwelt
Tipps zum Gewässerschutz
| Unser Kanal
und unsere Kläranlage sind kein Abfalleimer !
Denn viele Dinge, die in der Kanalisation und später in der Kläranlage im wahrsten Sinne des Wortes auftauchen, haben ihren Ursprung in einer unsachgemäßen Entsorgung oder Einleitung in die Toilette. Müll, Arzneimittel, Sanitärartikel, Speisereste und Farben gehören nicht in die Toilette. Jeder Fremdstoff, der aus der Kanalisation oder Kläranlage entfernt werden muss, verteuert die Abwasserentsorgung und führt damit bei dem Bürger zu steigenden Gebühren. Wir alle können dazu beitragen, Kanäle und Kläranlage zu entlasten und zudem mit gutem Beispiel vorangehen. Die letzten Instandsetzungskosten der Rechenanlage beziffern sich auf 3.303,22 €, die über die Kanalgebühren wieder erhoben werden müssen. Umwelterziehung unserer Kinder kann nicht früh genug beginnen. Leider ist nicht allen bewusst, dass die Toilette kein Mülleimer ist. Davon kann der Klärwärter berichten, der sich mit den Abfallstoffen auseinander setzen muss. Feste Abfallstoffe behindern den ordnungsgemäßen Transport des Abwasser im Kanal, sind dort Ursache von Verstopfungen und behindern zudem die Arbeiten in der Kläranlage. Daher dürfen Kehricht, Zigarettenkippen, Strumpfhosen, Katzenstreu sowie Hygieneartikel wie Kondome, Binden, Tampons, Wattestäbchen und Rasierklingen nicht einfach in der Toilette entsorgt werden. Speisereste, die nicht im Abfall, sondern im Klo landen, erhöhen aufgrund des Nährstoffgehaltes den Aufwand der Abwasserreinigung – die Ratten in der Kanalisation haben gegen die zusätzliche Fütterung jedoch nichts einzuwenden. Daran schluckt der Abfluss schwer. Die aus der Küche stammenden Öle sowie Fette aller Art gehören nicht in die Toilette, sondern sind anderweitig zu entsorgen. Speiseöle und Frittierfette, Altöle und andere Treibstoffe sowie Farben, Lacke und Lösungsmittel belasten die Kanalisation, stören die Reinigungsprozesse in der Kläranlage und gefährden unsere Gewässer. Der Druck auf die Spültaste verlagert die Probleme nur, lösen tut er sie nicht. Spül-, Wasch- und Reinigungsmittel sind unbestritten notwendig – aber es gibt wesentliche Unterschiede in Qualität und Quantität. Bekanntlich ist weniger mehr; außerdem: müssen es immer die aggressiven Mittel sein ? Ein Liter Öl kann eine Million Liter Wasser unbrauchbar machen. Ölwechsel an Fahrzeugen sollten daher nicht über dem Gully ausgeführt werden. Bei Trennkanalisation mit getrennter Schmutz – und Regenwasserableitung dürfen weder Farbreste noch Waschwasser in die Straßeneinläufe geschüttet werden. Arzneimittel machen das Abwasser krank. Kanal und Kläranlage sind von einer zusätzlichen (und zudem illegalen) Arzneimittelentsorgung in der Toilette zu verschonen, da sie aufgrund ihrer möglichen toxischen und hormonellen Wirkungen massiv sowohl die biologische Abwasserreinigung als auch die Gewässer gefährden. Ein Frosch-Mann will auch künftig Frosch-Mann bleiben und nicht durch die Wirkung weiblicher Hormone in Arzneimittel "verweiblichen". Was können Sie tun ? In diesem Fall kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass das Abwasser und damit unsere Gewässer in Zukunft weniger verschmutzt werden. Dazu reichen ein paar einfache Maßnahmen:
Die Gemeinde dankt Ihnen dies bei den Abwassergebühren. |