Pfarrkirche St. Michael in Meilenhofen
| Wie der Pfarrhof (1619) ist auch die Kirche unter der Regierung des Fürstbischofs Christoph von Westerstetten erbaut worden, nachdem sie 1552 im Schmalkaldischen Krieg von den Soldaten des Kurfürsten Moritz von Sachsen verwüstet worden war. Der Kurfürst soll damals eigenhändig das Messbuch zerrissen haben. 1629 wurde die neue Kirche durch den Eichstätter Weihbischof Georg Resch konsekriert. Bauliche Veränderungen an den Fenstern führte 1728 der Eichstätter Maurermeister Bernhard Deller durch. Die Nische des barocken Hochaltars (um1700) birgt statt eines Gemäldes den Kirchenpatron St. Michael als Seelenwäger, eine Barockfigur, bei der Arme und Gewandteile einer Statue von 1410 wieder verwendet wurden. Das Altarblatt hängt zur Zeit im Chorraum über der Sakristeitür. In der Muschelnische des rechten Seitenaltars (um 1670) steht die spätgotische Figur des Subpatrons der Meilenhofener Kirche, der hl. Leonhard. Die gute Skulptur wird dem Meister der Pollenfelder Hochaltarfiguren zugeschrieben. Der linke Seitenaltar (um 1670) zeigt in der Altarnische eine Marienfigur, die um 1700 entstanden ist, und auf dem Altartisch einen Glasschrein mit einer wertvollen Gruppe der 14 Nothelfer (um 1520). Vier seitliche Figuren wurden barock überarbeitet oder ergänzt. Gute Arbeiten sind auch die beiden Figuren aus dem frühen 16. Jahrhundert im Chorbogen: links der hl. Nikolaus, rechts der hl. Blasius. Beachtenswert sind ferner die stuckierte Kanzel (datiert 1737) von Franz Horneis und ihr gegenüber das barocke Kruzifix (um 1700). Der Rest einer gotischen Sakramentnische ist außen in die Westfassade über dem Portal eingemauert. |