Gemeinde Adelschlag
EK-Berichte über die Bürgerversammlungen 2005, 2004, 2003
Bürgerversammlung 2009 - EK-Bericht siehe http://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/DSL-Unterversorgung-weiter-Hauptanliegen;art575,2212492
EK-Bericht Bürgerversammlungen 2006
Adelschlag nach Jahrzehnten schuldenfrei
Adelschlag (EK) Mit Zufriedenheit konnte Bürgermeister Michael Spreng die Finanzlage Adelschlags bei den Bürgerversammlungen vorstellen. Erstmals seit Jahrzehnten wird die Gemeinde zum Ende diese Jahres keine Schulden haben.
Grund dafür seien unter anderem die solide Haushaltspolitik der Gemeindeführung, ein gut funktionierender Bauhof und viele freiwillige und unentgeltliche Arbeiten der Gemeindebürger. Doch große Aufgaben werden die schuldenfreie Zeit in den nächsten Jahren wieder beenden. Obwohl die Gemeinde noch vier Bauplätze besitzt, sind für die Zukunft kleine, überschaubare Baugebiete angedacht. Auch die laufende und noch anstehende Sanierung und Verbesserung von Kläranlagen und Kanalsystemen werden hohe Kosten verursachen. Die voraussichtlich im Jahre 2008 beginnende Dorferneuerung in Pietenfeld werden den Gemeindesäckel erheblich belasten, so SprengRelativ schwach besucht waren die Bürgerversammlungen in Möckenlohe und Adelschlag. In Möckenlohe wurde vor kurzem die Friedhofssanierung abgeschlossen. Die Bürger zeigten sich sehr erfreut über die gelungene Maßnahme.
Die Bürger von Adelschlag forderten die Gemeindeführung zum Umdenken auf. Der Gemeinderat hat vor kurzem beschlossen, den an den neuen Radweg Waldhütte nach Adelschlag anschließenden Wirtschaftsweg aus Kostengründen wassergebunden zu belassen. Bei einer Asphaltierung dieses etwa 800 Meter langen Rad- und Wirtschaftsweges wären Kosten von etwa 70 000 Euro entstanden.
Der Gemeinderat sah bei seiner damaligen Entscheidung die hohen Kosten als unangemessen an. Die knapp 30 Versammlungsteilnehmer sahen dies jedoch ganz anders. Auch soll in Adelschlag in naher Zukunft eine Friedhofssanierung in Angriff genommen werden.
Ein Dauerthema sind die Radwegverbindungen der Ortsteile. Das Straßenbauamt Ingolstadt würde 2007 den Radweg entlang der Staatsstraße zwischen Möckenlohe und Adelschlag bauen, wenn der erforderliche Grund zur Verfügung steht. Von den neun betroffenen Grundstückseigentümer verkaufen acht den benötigten Grund und Boden. Mit einem Grundstückseigentümer ist bis jetzt keine Einigung zu erzielen.
Ähnlich sieht es mit dem geplanten Radweg von Adelschlag nach Pietenfeld entlang der Staatsstraße aus. Hier sind von sieben Eigentümern nur zwei bereit, den Grund abzutreten. Ein deutlicher Appell aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer: Die Grundeigner sollen doch umdenken. Die Radwege erhöhten die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, vor allem die der Kinder und Jugendlichen zum Erreichen der Grund- und Teilhauptschule, der Sportstätten und örtlichen Musikunterrichtsangeboten. Kommt keine gleichbehandelnde Einigung zustande, so der Bürgermeister, könne man die beiden Radwegverbindungen wohl als gestorben betrachten.
Gut besucht waren die Versammlungen in Pietenfeld und Ochsenfeld. Viele Pietenfelder äußerten ihren Unmut über die Öffnung der Ortsverbindungsstraße nach Pfünz für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen. Ein großer Teil der Versammlungsteilnehmer verlangte eine Zurücknahme des Gemeinderatsbeschlusses und die Straße wieder für den Durchgangsverkehr zu sperren.
In Ochsenfeld stellte Ingenieur Josef Goldbrunner baulichen Maßnahmen für den Hochwasserschutz vor. Allgemein breite Zustimmung fanden diese Maßnahmen. Die wasserrechtliche Genehmigungen sind noch einzuholen, so dass mit einem Baubeginn Mitte nächstes Jahres zu rechnen ist. Dass die Kosten nicht auf die Bürger umgelegt werden, ließ so manchen der Anwesenden freudig aufatmen.
EK-Bericht Bürgerversammlungen 2005
| Geringe Pro-Kopf-Verschuldung und viel Engagement |
| Bei den Bürgerversammlungen in Adelschlag, Möckenlohe, Ochsenfeld und Pietenfeld konnte Bürgermeister Michael Spreng durchwegs einen guten Besuch verzeichnen. Die vorgebrachten Probleme der Bürger werden in Kürze den Gemeinderat beschäftigen. Bürgermeister Spreng zeigte in Wort und Bild auch Finanzen und Baumaßnahmen auf. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege etwa 150 Euro deutlich unter dem Landesdurchschnitt von etwa 700 Euro. |
| In den nächsten Jahren soll ein kleines Baugebiet in
Adelschlag entstehen, so Spreng weiter – während das geplante
Baugebiet im Pietenfelder Bereich und auch die Radwegverbindung von
Adelschlag nach Möckenlohe wohl nicht zu verwirklichen seien, weil die
Grundstücksverhandlungen dazu zu keinem positiven Ergebnis führten.
Großes Lob sprach Spreng den Bürgern für die vielen Stunden an Eigenleistungen beim Bau des Feuerwehrgerätehauses Ochsenfeld, beim Umbau des Pfarrheims Pietenfeld zu einem Pfarr-, Jugend- und Bürgerheim und bei der Sanierung der Jugendräume und des Feuerwehrhauses in Pietenfeld sowie der Renovierung des Feuerwehrgerätehauses in Adelschlag aus. Große Ausgaben wie die Dorferneuerung in Pietenfeld und die Mischwasserentlastung mit Umbau der Kläranlage in Adelschlag müsse die Gemeinde in naher Zeit bewältigen, erklärte Spreng. Während sich in Ochsenfeld keine großen Probleme auftaten, war in Möckenlohe, Pietenfeld und Adelschlag die von Bürgern verlangte Auflösung der Abwasserabrechnungseinheit ein zentrales Thema. Die Ablaufleitung, die die drei Ortsteile entsorgt, sollte als eine Einheit verbleiben, während das Kanalnetz und die jeweiligen Kläranlagen getrennt abgerechnet werden sollten. In Möckenlohe war bei der angesprochenen Schulreform ein Hauch von Resignation zu verspüren, weil es dem Freistaat offensichtlich nicht um das Wohl der Kinder gehe, sondern vielmehr um Einsparungen, so ein Vorwurf. Die Friedhofssanierung in Möckenlohe komme gut voran, konnte Bürgermeister Spreng berichten. Die Umgestaltung der weiteren Grabplätze soll im Frühjahr in Angriff genommen werden, wobei zuvor noch ein Ortstermin mit den Grabbesitzern stattfinden wird. In einer Mauernische soll eine Urnenwand entstehen. Spreng informierte auch über eine mögliche Photovoltaikanlage auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses Ochsenfeld, worüber man aber erst 2006 entscheiden wird. Für Schäden an gemeindliche Straßen und Gehwegen wird eine Summe von 12 500 Euro bereit gestellt. In Adelschlag wurden außerdem die Tempo 30-Zonen und die Verkehrssituation vor allem in der Bahnhofstraße bemängelt. In Pietenfeld und Ochsenfeld wünschen sich einige Bürger DSL und sammeln dafür Unterschriften. In Pietenfeld wurde das Problem mit großen Hunden angesprochen. Obwohl die Gemeinde eine Hundeverordnung erließ und große Hunde an die Leine zu nehmen sind, sehen Bürger eine Gefahr für die Kinder und auch eine nicht unerhebliche Lärmbelästigung. Erfreut konnte Bürgermeister Michael Spreng die Vereinigung des Amselweges in Pietenfeld vermelden. Bereits 1970 wurde ein Teil des Weges von privat erschlossen und acht Bauparzellen zugeordnet, von denen bis heute vier bebaut sind. Nun ist es gelungen, dass der besagte Weg öffentlich wird, wobei anzumerken ist, dass alle notwendigen Gemeinderatsbeschlüsse einstimmig erfolgt sind, so der Bürgermeister. Die Pietenfelder Dorferneuerung kommt in die Gänge. Die Vorplanungen werden am 7. Dezember um 19 Uhr im Gasthaus Walk erstmals vorgestellt. |
EK-Bericht über die Bürgerversammlungen
2004
| Kürzungen des Freistaats wirken sich spürbar aus |
| Bürgerversammlungen in der Gemeinde Adelschlag |
| Die Bürgerversammlungen in
der Gemeinde Adelschlag waren unterschiedlich gut besucht.
Bürgermeister Michael Spreng erläuterte die wichtigsten Posten des
Haushalts. Der sank von 3,3 Millionen € 2003 auf rund drei Millionen
€ (Verwaltungshaushalt 1 943 110 €, Vermögenshaushalt 1 103 60
Euro) 2004. Die Verschuldung sinkt voraussichtlich auf 372 000 € (139
€ pro Einwohner).
Die Kürzungen des Freistaates bei den Zuweisungen zeigten spürbare Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt, so Spreng. So werde es im nächsten Jahr keine Zuführung zum Vermögenshaushalt geben. Die Kürzungen werden etwa 200 000 € betragen. Die Steuersätze für Grund- und Gewerbesteuer waren heuer unverändert. Für 2005 werden die Sätze geringfügig angehoben. Das soll Mehreinnahmen von 14 000 € bringen. Mit der VG Nassenfels wurde 2003 eine neue Vereinbarung geschlossen. Die Laufzeit beträgt zwölf Jahre. Die Aufteilung der Umlage blieb unverändert. In Adelschlag ist der Beschluss für ein neues Baugebiet gefasst. Wo es entstehen soll, sei noch nicht entschieden. Für eine Ausweisung im Bereich "Oberer See" gebe es mehrere Möglichkeiten. In Möckenlohe, im Baugebiet "Gewendewiesen", besitzt die Gemeinde noch vier Bauplätze. 2004 wurde das Baugebiet "Im Winkel" erschlossen. Die Gemeinde erhielt zwei Bauplätze, die beide verkauft sind. In Ochsenfeld besitzt die Gemeinde noch sieben Bauplätze im "Wiesenstriegel". Im Sommer wurde der Spielplatz unter Mithilfe der Anlieger gebaut. Die Gemeinde übernahm 2556 €. In Pietenfeld sind im "Stadtbug" nach wie vor drei Bauplätze frei. Allgemein, so Spreng, zeige sich, dass eine geringe Nachfrage auf dem Bausektor besteht. Bei den Baulandpreisen bewege sich die Gemeinde im landkreisweiten Vergleich in der unteren Hälfte. Mit dem Ausbau des Radwegs Pietenfeld-Adelschlag entlang der Staatsstraße sei in nächster Zeit nicht zu rechnen. Eine Trasse über Feldwege wäre eher möglich. Für den Radweg Adelschlag-Möckenlohe könne der Grunderwerb nicht abgeschlossen werden. Der Radweg Adelschlag-Waldhütte könne weitgehend auf Bahngrund ausgebaut werden. Beim Radweg Pietenfeld-Tauberfeld seien die Differenzen mit dem Forstamt ausgeräumt. Der Ausbau wird wohl 2005 begonnen. Der Radweg Ochsenfeld-Waldhütte wurde verwirklicht. Eine Weiterführung nach Adelschlag sei notwendig. Die Thematik Jugendtreffs hatte in den letzten Jahren besondere Brisanz, so Spreng. Neben den Einrichtungen der Gemeinde stünden den Jugendlichen auch kirchliche zu Verfügung. Neuer Jugendbeauftragter ist Andreas Birzer (zuvor Gertrud Schiele). In den Ortsteilen unterstützen Peter Klinke, Johann Schmidt und Franz Brandl die Jugendlichen. Die Hütten in Ochsenfeld müssen beseitigt werden. Die OMC-Hütte wird in den Flächennutzungsplan aufgenommen und kann damit bestehen bleiben. Sie steht auch den Gruppen der bisherigen Hütten zu Verfügung. Der Gesamtumfang der Dorferneuerung in Pietenfeld beläuft sich auf 2,1 Millionen €. Als Förderung sei, wenn die jetzigen Förderungssätze beibehalten werden, eine Millionen € zu erwarten. Die Anordnung der Dorferneuerung wird im Rahmen einer Bürgerversammlung offiziell verkündet. 2005 erfolgt die Gründung der Teilnehmergesellschaft und die Wahl des Vorstands. Erstes Projekt wird der Umbau des Pfarrhauses für etwa 218 000 € sein. Beim Thema Abwasserbeseitigung sei die Reduzierung des Fremdwasseranteils in Adelschlag auf unter 25 Prozent vorrangig und die Reparatur von schadhaften Kanälen. Spreng stellte die gesplittete Abwassergebühr vor. Zukünftig müssen getrennte Gebühren für Schmutzwasser und Niederschlagswasser erhoben werden. Konkrete Angaben über die Umsetzung könnten noch nicht gemacht werden. Mit Blick auf die Förderkriterien, könne die Gemeinde froh sein, die großen Maßnahmen in Angriff genommen zu haben. Kommunen, die jetzt erst ihre Hausaufgaben machen, erhielten keinen oder nur einen geringen Zuschuss mit teils langer Wartezeit, so Spreng. |
| Umsprengelung auch Spiel mit einer Unbekannten |
| Zukunft der Volksschule Adelschlag bereitet nach wie vor Kopfzerbrechen |
| Bekanntlich wolle das
Kultusministerium zum Schuljahr 2005 alle Grund- und Teilhauptschulen
1 auflösen, so Bürgermeister Spreng in der Bürgerversammlung. Die
Geburtenzahlen seien rückläufig. Dies schlage sich natürlich auch
auch auf der Belegung der Schule nieder. Hinzu komme die Einführung
der sechsstufigen Realschule. Das führte dazu, dass erstmals im
Schuljahr 2002/2003 keine 5. Klasse gebildet werden konnte. Die
Schüler mussten nach Nassenfels gefahren werden. Die Gemeinde
Adelschlag muss pro Schüler rund 1000 € im Jahr an
Gastschulbeiträgen zahlen.
Der Gemeinderat beschloss im Juni die Errichtung einer Hauptschule (Jahrgangsstufen 5-9) zusammen mit umliegenden Gemeinden in den bestehenden Schulhäusern unter Berücksichtigung des Standorts Adelschlag. Bei einem Gespräch am 9. November wurde vom Schulamt ein neues Konzept vorgelegt. Adelschlag gehört mit Buxheim und dem Schulverband Nassenfels dem Bereich Süd an. Die Gemeinde möchte grundsätzlich die Klassen 1-4 behalten. Der Vorschlag, nur die Hauptschulklassen zu nehmen, scheide somit aus, so Spreng. Die gleichen Überlegungen habe aber auch Nassenfels. Die große Unbekannte sei Buxheim. Entscheide Buxheim sich für Gaimersheim als Hauptschule, bleibe ein Verbund mit Wellheim. Kommt es zu keiner Einigung, werden alle Schüler ab der 5. Klasse die Schottenau in Eichstätt besuchen, berichtete Spreng. Die von der Gemeinde eingereichte Petition für den Erhalt der Grund- und Teilhauptschule werde frühestens im Frühjahr behandelt. Die Gemeinden müssten sich jedoch bis Ende Februar entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen. Die Belegung der Klassen einer eigenen Hauptschule in Hinblick auf die Geburtenentwicklung und das Übertrittsverhalten sei nicht gewährleistet. |
| AUS DER VERSAMMLUNG |
| Bürgermeister Michael Spreng sagte auf der Bürgerversammlung, dass das erstmals mit den Vereinen durchgeführte Ferienprogramm ein voller Erfolg war. Bei der Grünflächenpflege bat er um Unterstützung. Die Gemeinde könne die Flächen nicht wie bisher pflegen. Die Nutzung von Regenwasser werde nach wie vor gefördert. |
| Es gebe weiterhin
Vandalismus an der Schule, beklagte Spreng. Seit dem 4. Oktober
würden immer wieder Lampen und der Bewegungsmelder zerstört. Die
jetzige Bushaltestelle in Möckenlohe liege ungünstig und sei optisch
nicht ansprechend. Nachdem heuer die Dorflinde einem Sturm zum Opfer
gefallen sei, biete sich der Platz für die neue Bushaltestelle an.
Die Idee fand die Zustimmung der Anwesenden. Es wurde angeregt, auch
einen Platz für den Maibaum zu schaffen.
Der Verkehr Am Wiesenrain hat durch das Baugebiet Gewendewiesen zugenommen. Im gesamten Bereich solle die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt werden. Zudem wurde nachgefragt, wann der Spielplatz im Baugebiet Gewendewiesen verwirklicht wird. Bürgermeister Spreng vertraut hier auf die Mithilfe der Anlieger Beim Feuerwehrgerätehaus Ochsenfeld beträgt die Förderung wegen neuer Richtlinien nur noch 80 000 € (vorher 105 000 Euro). Die Kosten belaufen sich ohne Eigenleistung auf 550 500 €, mit Eigenleistung auf 369 630 €. Baubeginn ist 2005. |
EK-Berichte über die Bürgerversammlungen 2003
| Friedhofsanierung in Möckenlohe im Mittelpunkt |
| Bei Bürgerversammlung Gründung eines Ausschusses vorgeschlagen / Weniger Schulden in Adelschlag |
| Die Friedhofsanierung stand im Mittelpunkt der gut besuchten Bürgerversammlung in Möckenlohe. Bürgermeister Michael Spreng konnte neben zehn Gemeinderäten auch Architekt Michael Hajek begrüßen. Hajek erläuterte ein Konzept zur Friedhofssanierung, das anschließend rege diskutiert wurde. |
| Dabei schlug Hajek die Gründung
eines Ausschusses vor, der sich aus der Bürgerschaft bilden soll. Denn
seiner Meinung nach hat nur ein solcherart erarbeitetes Konzept Zukunft.
Vorgesehen ist im Möckenloher Friedhof, der im Besitz der Kirchenstiftung
ist, eine Vereinheitlichung der befestigten Flächen und die Sanierung des
Leichenhauses mit dem Einbau einer Toilette. Weiter sollen die Zugänge
saniert und der Auffahrtsbereich eventuell umgestaltet werden. Möglich wäre
auch der Bau einer Urnenanlage im südöstlichen Bereich, eingegliedert in
eine bereits vorhandene Wandnische am Gotteshaus. Eine Begrünung sollte
auflockern und wie Hajek ausdrückte, im Friedhof den Lebenden Ruhe und
Trost vermitteln. Bei der Diskussion wurde rege besprochen, ob die
Befahrbarkeit bis zum Leichenhaus auch mit größeren Fahrzeugen erhalten
bleiben soll. Eine einheitliche Befestigung wurde begrüßt.
Bürgermeister Spreng bat, in dem angeregten Gremium mitzuarbeiten. Spreng will auch Vertreter der Kirchengemeinde mit einbeziehen. Die Kosten für die Gräber innerhalb der Gemeinde dürften in Kürze wieder im Gemeinderat zu diskutieren sein. Auch ist zu entscheiden, ob die Friedhöfe der vier Orte gemeinsam oder getrennt abgerechnet werden. Spreng benannte momentan die Kosten, die sich aus einer neuen Kalkulation ergeben, für ein Einzelgrab auf 25 Jahre auf 700 €, bei einem Familiengrab 1200 €. Dies ist allerdings die Kalkulation für eine gemeindeeinheitliche Abrechnung. Neuausgaben sind dabei noch nicht mitberechnet. Erfreulich war, wie dem Bericht von Bürgermeister Spreng zuvor zu entnehmen war, dass die Verschuldung der Gemeinde Adelschlag absinkt. Zunächst stellte Spreng zur Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Adelschlag fest, dass derzeit 2716 Einwohner registriert seien, was nur wenig Veränderung bedeute. Der Verwaltungshaushalt liege bei 2,1 Millionen €. Für Schule und Kindergärten würden jährlich über 300 000 € ausgegeben. In gleicher Höhe lägen die Personalkosten. Haupteinnahmequelle seien die Einkommenssteueranteile mit 827 000 €. Während in 2000 noch über 104 000 € Gewerbesteuer im Gemeindesäckel angekommen seien, seien es jetzt nur noch 56 000 €. Die Zuführung zum Verwaltungshaushalt liege bei 184 000 €. An Tilgungen seien 305 000 € eingeplant. Dadurch könne der Schuldenstand auf 722 000 € sinken. Pro-Kopf ergebe das dann noch eine unterdurchschnittliche Belastung von 270 €. Die Steuerkraft liege mit 331 € etwa zehn Prozent unter dem Landesdurchschnitt. In der Grund-und Teilhauptschule werden Spreng zufolge derzeit 166 Schüler unterrichtet. In 1997 waren noch 224 Kinder im Unterricht. Die Belegung von zwei Klassen der Montessori-Schule entschärfe aufgrund der Mietzahlungen die Situation. In jedem Falle will der Bürgermeister, wenn wiederum eine fünfte Klasse wegen geringer Stärke ausfallen sollte, einen Wechsel mit Nassenfels. Derzeit wird dort die sechste Klasse unterrichtet, Gastschulbeiträge von über 10 000 € belasten die Finanzen. Mit der Verwaltungsgemeinschaft sei ein neuer Zwölf-Jahresvertrag ausgehandelt worden. Der Bonus von zehn Prozent für Adelschlag sei erhalten geblieben. In Möckenlohe seien im neuen Baugebiet noch vier Gemeindeplätze frei. Der Andrang seitens der Einheimischen nach den Plätzen sei nicht sehr ausgeprägt. Spreng informierte weiter über den Radwegbau, den Kläranlagenbereich und die Bahnsanierung. Die Sanierung habe als Frucht für die Gemeinde erbracht, dass mehrere Straßen mitsaniert würden. In Möckenlohe sei zudem in 2003 der Kindergartenbereich durch den Umbau aufgewertet worden. Auch die Gemeinschaftsräume am Kindergarten seien mitsaniert worden. Investiert wurden laut Spreng über 500 000 €. Schwerpunkte innerhalb der Gemeinde Adelschlag werden Spreng zufolge weiter die Sanierungen im Abwasserbereich, die Dorferneuerung in Pietenfeld und Ortsverbindungen im Radwegebereich sein. |
Adelschlag
Nachfrage nach neuem Baugebiet
Bürgerversammlungen der Gemeinde Adelschlag verliefen ruhig und sachlich
Die Bürgerversammlungen in der Gemeinde Adelschlag waren gut besucht. Nach der Versammlung Möckenlohe (wir berichteten) war Adelschlag an der Reihe. Es war die ruhigste und sachlichste Bürgerversammlung ab 1996 seit Bürgermeister Michael Spreng im Amt ist.
Zur Verwaltungsgemeinschaft Nassenfels sagte der Bürgermeister, dass Adelschlag macht mit ihrer Größe die Hälfte der Gemeinschaft aus mache und rund 44 Prozent der Umlage trage. Spreng verwies auf sein zu kleines Arbeitszimmer im Rathaus der VG: Die Verhandlungen für ein größeres Zimmer dauerten nun schon über vier Jahre an und er hoffe, dass der Markt Nassenfels bald ein repräsentatives Bürgermeisterzimmer zu Verfügung stelle. Dies dürfe verlangt werden, da die Gemeinde Adelschlag anteilig jährlich fast 14 000 € Miete für die Verwaltungsräume und Möblierung bezahle, worin auch das Arbeitszimmer enthalten sei.
Bei der Versammlung in Adelschlag interessierte die Besucher vor allem, wo ein neues Baugebiet entstehen kann. Da die Gemeinde seit Jahren in Adelschlag keine Gemeindegrundstücke anbieten kann, wurde vom Gemeinderat beschlossen, Planungen für ein neues Gebiet voranzutreiben. Spreng berichtete, dass Reservierungen bereits eingingen. Mögliche Ausweisungsgebiete seien aber noch nicht endgültig bestimmt.
Bei der vom Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt aufgegebenen Mischwasserentlastung zeigte Spreng drei Varianten der im Moment vorliegenden Planungen auf, die von 135 000 bis fast 300 000 € Aufwand reichen. Zusätzlich ist das Betriebsgebäude der Kläranlage Adelschlag und die Zaunanlage reparaturbedürftig. Die Kosten sind von der Abwasserabrechnungseinheit Pietenfeld, Adelschlag und Möckenlohe zu tragen, ob über Bescheide oder Abwassergebühren, muss noch entschieden werden.
Zu den Radwegplanungen erklärte der Bürgermeister, dass das Straßenbauamt Ingolstadt für den Ausbau entlang der Staatsstraße Möckenlohe nach Adelschlag und weiter nach Pietenfeld keine Zusagen machen könne, da ihre Mittel weitgehend für Felssicherungsarbeiten gebunden seien. Somit dürfte für einige Jahre eine Fortsetzung des Radwegs kaum möglich sein, da die Gemeinde selbst den Ausbau wahrscheinlich nicht finanzieren könne.
Einige Ortsstraßen wurden vom starken Baustellenverkehr der Bahnsanierung Adelschlag-Tauberfeld stark in Mitleidenschaft gezogen. So ist ein Teilstück der Wittenfelder Straße total zusammen gebrochen. Derzeit läuft dort der Neuausbau. Die Gemeinde hat rund die Hälfte der Kosten zu tragen. Die Bahn AG und die Baufirma übernehmen den Restbetrag. Die Bahnsanierung habe aber nicht nur Nachteile für die Gemeinde, so Spreng: So konnte mit einer geringen Beteiligung der Gemeinde der Weihenwiesenweg asphaltiert werden und in den nächsten Tagen wird der Tauberfelder Weg auf der gesamten Länge von 1,6 Kilometer mit einer neuen Asphaltdeckschicht überzogen. Auch hier ist der Gemeinde ein günstiges Angebot unterbreitet worden.
Bei der Versammlung in Ochsenfeld war die Erweiterung des Friedhofes ein zentraler Punkt. Architekt Michael Hajek aus Mörnsheim stellte die ersten Planungen für die geplante Erweiterung vor und ging auch auf die Restflächengestaltung des jetzigen Friedhofes ein. Die Fläche vor dem Leichenhaus, so Hajek, sollte frei gehalten werden und könnte mit Urnenstelen gestaltet werden. Die übrigen Grabplätze dürften in Zukunft nicht mehr so dicht belegt werden, damit der Grabbagger weiter eingesetzt werden kann. Somit könnten aufgelassene Gräber zum Teil nicht mehr vergeben werden.
Grabgebühren steigen
Hajek zeigte eine neue mögliche Gestaltung der Erweiterungsfläche an der Biesenharder Straße auf. Das Gelände, dass einen nicht unerheblichen Höhenunterschied aufweist, muss mehrmals abgestuft werden und könnte für rund 70 Gräber Platz finden. Alle Bürger seien aufgefordert ihre Vorstellungen mit einzubringen. Bürgermeister Spreng ging in allen Bürgerversammlungen auf die Höhe der Grabgebühren ein: So wird die Gemeinde seit Jahren von der Rechtsausichtsbehörde angemahnt für die Gebühren eine Kalkulation auszuarbeiten. Nach den jetzt vorliegenden Kosten steigt damit die Gebühr für ein Einzelgrab von zehn auf 28 € und das Familiengrab von derzeit 18 auf 48 € pro Jahr. Vergleiche mit anderen Gemeinden ergaben, dass Adelschlag sich damit noch am unteren Level bewegt. Das dürfe, so Spreng, nach den notwenigen Sanierungen beziehungsweise Erweiterungen in Möckenlohe, Ochsenfeld und Pietenfeld etwas anders aussehen.
Ochsenfeld
Hütte des Motorradclubs wird wohl bleiben
Zur laufenden Entkernung des Heinloth-Stadels zeigte Spreng Bilder, wonach die Rentnertruppe kräftige Arbeit leiste. Dieser Stadel soll vielen Vereinen im Ort als Lagerstätte für ihre Geräte zur Verfügung stehen und wird derzeit von ihnen mit großen Eigenleistungen entrümpelt und ausgebessert. Spreng würdigte auch das Anlegen eines Ruheplatzes am alten Feuerwehrhaus durch die Böllerschützen.
Im allgemeinen Teil ging Bürgermeister Spreng unter anderem auf die Problematik der Klärschlammbeseitigung ein. Während die Gemeinde in den vergangenen Jahren ihren Schlamm kostengünstig durch die örtliche Landwirtschaft verwerten konnte, sei seit der BSE-Krise auch hier eine deutliche Verschlechterung der Situation eingetreten. Deshalb musste die Gemeinde vor wenigen Wochen erstmals den Klärschlamm von Adelschlag, Möckenlohe und Ochsenfeld auf der Kläranlage Ochsenfeld mobil entwässern lassen.
Hier wurde vor allem Widerstand in Ochsenfeld laut, dass ihr neu errichtetes Schlammbecken mit fast 100 000 € hier für die anderen Ortsteile mitbenutzt wird und das anfallende Filtratwasser die Kläranlage Ochsenfeld zusätzlich belastet. Die Ochsenfelder wollen die Kosten für das Schlammbecken nicht alleine übernehmen und verlangen eine angemessene Beteiligung der übrigen drei Ortsteile. Hindergrund ist, das Ochsenfeld nicht der Abwasserabrechnungseinheit angehört und eigenständig abgerechnet wird. Der Gemeinderat, so Spreng, werde bald darüber entscheiden, da die Abrechnung der Kläranlage und Ablaufleitung Ochsenfeld im Frühjahr erfolgen soll. Die vorläufige Kalkulation ergebe eine kleine Nachforderung für die Ochsenfelder.
Auf die Finanzplanungen der folgenden Jahre eingehend nannte Spreng das Dorferneuerungsprogramm Pietenfeld, Planung und Bau von Radwegen, Sanierung und Verbesserung der Kläranlage Adelschlag, Neubau des Feuerwehrgerätehauses Ochsenfeld, Verbesserung der Kinderspielplätze, Sanierung bzw. Erweiterung und Verbesserung der Friedhöfe. Als Vorbild für Spielplätze könne der von den Anliegern des Baugebietes Stadtbug Pietenfeld errichtete Spielplatz dienen, den Bürgermeister Spreng mit viel Lob bedachte. Ab September dieses Jahres sind die zwei leerstehenden Klassenräume der Grund- und Teilhauptschule Adelschlag an die Montessorischule vermietet. "Das Miteinander klappe hervorragend", so Spreng.
Pietenfeld
Dorferneuerung und Kleinkläranlagen zentrale Themen
Pietenfelder ärgern sich über die Umbenennung nur ihrer Straßennamen
In Pietenfeld war die Dorferneuerung von großem Interesse. Sie wird nach
letzter Information der Direktion für Ländliche Entwicklung Mitte nächsten
Jahres angeordnet und in einer gesonderten Bürgerversammlung das weitere
Vorgehen der Bevölkerung vorgestellt. Das Pfarrhaus Pietenfeld, für das eine
kirchliche und gemeindliche Nutzung überlegt wird, könnte als vorgezogene
Maßnahme des Programms laufen. Spreng stellte heraus, dass die Gemeinde
Adelschlag stolz auf die geleistete Arbeit der einzelnen Arbeitskreise und auch
auf die positive Resonanz der Pietenfelder Bevölkerung sei. Im Rahmen der
Dorferneuerung soll auch eine Chronik von Pietenfeld erstellt werden. Dafür
waren bereits einige auf einem Seminar in Thierhaupten. Dritter Bürgermeister
Willi Volnhals zeigt sich verantwortlich und berichtete von dem Stand der
Vorbereitungsarbeiten. Er bittet alle Bürger, Fotos zur Verfügung zu stellen
und altes Wissen weiterzugeben. Bei der Thematik Kleinkläranlagen entwickelte
sich eine rege Diskussion. Bürgermeister Spreng zeigte den Verlauf ab der
Bestandsaufnahme im September des letzten Jahres durch das Wasserwirtschaftsamt
Ingolstadt auf und machte die Unterstützung der Gemeinde deutlich, sei es in
der beauftragten Kostenvergleichsrechnung oder in zahlreichen Treffen und
Informationen seitens der Gemeinde. Da sich die Anlieger von Weißenkirchen mit
deutlicher Mehrheit gegen einen zentralen Anschluss an die Kläranlage
Pietenfeld wandten, folgte der Gemeinderat mit großer Mehrheit diesem Votum.
Spreng wies deutlich auf die Zuschusslage hin. Bei einer Förderung der
Einzelkläranlagen scheidet nach jetzigem Stand eine kommunale Förderung bei
einem eventuell späteren Anschluss an die Kläranlage aus. Es war nicht allen
verständlich, dass der zentrale Anschluss nicht erfolgt, obwohl aufgrund der
großzügigen Zuschusslage ein solcher Anschluss die Abbrechungseinheit nicht
belasten würde.
Zum Radwegebau von Pietenfeld nach Tauberfeld berichtete der Bürgermeister, dass diese Vorhaben trotz der Zustimmung der Gemeinden Buxheim und Adelschlag scheitere, da der Staatsforst nicht zustimme. Für Bürgermeister Spreng mit seinem Gemeinderat ist dieses Verhalten nach den Besprechungen nicht verständlich. Spreng hoffte jedoch, dass der Forst einlenkt und die 3,7 Kilometer lange Verbindung 2004 gebaut werden könne. Die Mittel stünden laut Auskunft des Straßenbauamt Ingolstadt zur Verfügung.
Die Änderung von Straßennamen nur in Pietenfeld rief bei einigen Besuchern der Bürgerversammlung etwas Unmut hervor. Sie waren nicht damit einverstanden, dass nur in ihrem Ort erfolgten. Spreng hatte bereits in der letztjährigen Bürgerversammlung darüber informiert und berichtete, dass der einstimmige Gemeinderatsbeschluss bereits vor einigen Monaten gefallen sei. Es seien bereits Vorschläge eingegangen: So soll die Ingolstädter Straße eventuell "Eitensheimer Straße" oder "Ostenstraße" heißen. Aus der Versammlung wurde angeregt, sie "Alte Ingolstädter Straße" oder gleich durchgängig als "Hauptstraße" zu bezeichnen. Ersatz für die Dorfgasse könnte "Webergasse" sein. Für die Eichstätter Straße biete sich "Adelschlager Weg", da der Wirtschaftsweg auf der anderen Seite so heiße. Für den Sonnenweg könnten die Verdienste von der Pietenfelderin Schwester Karoline Meyer gewürdigt werden.